Schlagwort: Anikó Glogowski-Merten

  • Außerschulische Betreuung erhalten: Abstand am Nachmittag entlastet Kinder

    Außerschulische Betreuung erhalten: Abstand am Nachmittag entlastet Kinder

    Braunschweig. Ein Kind, das in der Schule unglücklich ist, sollte nicht auch noch den Nachmittag dort verbringen müssen. Davon ist die FDP-Ratsfraktion überzeugt und möchte deswegen außerschulische Schuki-Angebote zumindest teilweise erhalten. Trotz der geplanten Umstellungen im Ganztagsbereich soll die Verwaltung prüfen, ob und wie Einrichtungen wie etwa das „Schuki-Haus“ in Gliesmarode weiterhin eine Ausweichmöglichkeit für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf bleiben können.

    Die FDP ist überzeugt: Wer mit Schule vor allem Negatives verbindet, ob wegen Überforderung, Druck oder Mobbingerfahrungen, braucht Abstand. Ohne diesen Abstand wird der Nachmittag für diese Kinder zum Dauerstressfaktor. Die mögliche Folge: Kinder entziehen sich dem Angebot oder sie leiden so unter der zusätzlichen Belastung, dass sie intensivere Unterstützung der Jugendhilfe brauchen. In den außerschulischen Schuki-Einrichtungen können die Kinder individuell gefördert werden, sie haben vertraute Betreuer an ihrer Seite und können ohne die Schulkulisse Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen.

    „Wir haben hier ein Instrument zur Prävention an der Hand, das relativ günstig ist und das wir nicht komplett aufgeben sollten“, sagt Anikó Glogowski-Merten, schulpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion.  Hier zu kurz zu denken und nur die unmittelbaren finanziellen Folgen zu sehen, sei nicht klug. „Die Folgekosten für teilstationäre oder stationäre Jugendhilfemaßnahmen bei einem Wegfall der Angebote müssen mit berechnet werden.“ Es gehe den Liberalen nicht darum, das Ganztagskonzept in Frage zu stellen. „Aber Kinder sind unterschiedlich und brauchen unterschiedliche Räume für ihre Entfaltung. Diese Wahlmöglichkeit sollten wir erhalten.“
  • Haus der Musik: Zu viele Risiken, zu Wenig Antworten

    Haus der Musik: Zu viele Risiken, zu Wenig Antworten

    Braunschweig. „Die Stadt kauft ein Grundstück für über 10 Millionen Euro, verschenkt es faktisch per Erbbaurecht für 99 Jahre und bindet sich gleichzeitig an ein Projekt mit unkalkulierbaren Kosten – das ist weder solide noch verantwortungsvoll.“ Die FDP-Ratsfraktion lehnt den aktuellen Grundsatzbeschluss zum „Haus der Musik“ entschieden ab. Die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion, Anikó Glogowski-Merten, erläutert: „Der ursprüngliche Auftrag war klar: Wir brauchen dringend eine neue städtische Musikschule. Stattdessen wird das Projekt durch die Kopplung an ein Konzerthaus erneut verzögert – und das mit erheblichen finanziellen und strukturellen Risiken für die Stadt.“

    Nach Auffassung der FDP birgt die Vorlage gleich mehrere kritische Punkte:
    – Hohe finanzielle Belastungen durch Grundstückskauf, städtische Zustiftungen und langfristige Miet- und Betreiberverpflichtungen
    – Ein 99 Jahre erbbauzinsfrei vergebenes Erbbaurecht, das den Wert städtischen Eigentums dauerhaft mindert.
    – Eine Stiftungskonstruktion, in der die Stadt viel Geld, aber wenig Steuerungshoheit einbringt
    – Keine klare Perspektive für die Innenstadt, obwohl diese dringend Impulse und Belebung benötigt.

    „Braunschweig braucht eine starke, vielfältige Kulturlandschaft – aber kein Prestigeprojekt, das die Musikschule erneut aufschiebt und die Stadt finanziell über Jahrzehnte bindet,“ so Glogowski-Merten weiter. „Wir wollen die Musikschule schnell und verlässlich umsetzen. Und wir wollen vielfältige kulturelle Angebote dort stärken, wo sie hingehören: mitten in unserer Innenstadt.“ Die FDP bekräftigt deshalb ihre Ablehnung des Beschlusses: „Wir sagen daher weiter Ja zur Musikschule – aber Nein zu diesem riskanten Gesamtpaket, das weiterhin viele Fragen offen lässt.“

  • Glogowski-Merten einstimmig als Bundestagskandidatin wiedergewählt

    Anikó Glogowski-Merten will erneut in den Bundestag. Die Mitglieder der Braunschweiger FDP haben die Bundestagsabgeordnete am Dienstag einstimmig zu ihrer Kandidatin für die Wahl im Februar bestimmt.

    Drei Jahre Berlin hat die 42-Jährige bereits hinter sich. Drei intensive Jahre, wie sie in ihrer Bewerbungsrede betonte. Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses hat sie viele Reisen ins Ausland unternommen und die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf die deutsche Sicherheitsarchitektur miterlebt, als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion ihr „Herzensanliegen“ verfolgt, Kunst und Kultur in den Fokus zu rücken. Auch Braunschweiger Kulturstimmen habe sie nach Berlin geholt, um die Vielfalt der hiesigen Szene vorzustellen.

    Der dritte Ausschuss, dem Glogowski-Merten angehört, ist der Ausschuss für Klima und Energie. Dort habe sie mit ihren Kollegen Gesetze auf den Weg gebracht, die die Energieversorgung Deutschlands unabhängiger von Dritten machen und einen Gasmangel im Winter 2022/23 verhinderten. „Und vor allem“, ergänzte sie, hätten diese Gesetze im Sinne der FDP „nebenbei auch die Wärmepumpenfantasien und andere realitätsferne Ideen von Robert Habeck zu verhindern“ gewusst.

    Wichtige Infrastrukturprojekte seien in der endenden Wahlperiode umgesetzt worden: Die Weddeler Schleife und die Schleuse in Wedtlenstedt nannte sie als Beispiele von großer Bedeutung für die Region. 

    Für die Zukunft nannte Glogowski-Merten das Stichwort „Perspektiven“ als zentrale Idee. Lebensperspektiven für den Einzelnen, wirtschaftliche Perspektiven für eine ganze Region wie das Braunschweiger Land, die Möglichkeit, sich durch Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbst verwirklichen zu können – all dies sei wichtig, gerade in herausfordernden Zeiten. „Dabei brauchen die Menschen einen Staat, auf den sie sich verlassen können, und einen Staat, der auf die Kraft jedes Einzelnen setzt.“ Die Freien Demokraten würden gebraucht, denn sie hätten das Vertrauen in jeden Einzelnen. Für eine starke FDP auch im kommenden Bundestag wolle sie sich in den Wochen und Monat bis zur Wahl einsetzen.

    Glogowski-Merten ist verheiratet mit dem Braunschweiger Ratsherrn Robert Glogowski und lebt mit Mann, Stiefsohn und vier Katzen im Herzen der Braunschweiger Innenstadt.