| Braunschweig. Ein Kind, das in der Schule unglücklich ist, sollte nicht auch noch den Nachmittag dort verbringen müssen. Davon ist die FDP-Ratsfraktion überzeugt und möchte deswegen außerschulische Schuki-Angebote zumindest teilweise erhalten. Trotz der geplanten Umstellungen im Ganztagsbereich soll die Verwaltung prüfen, ob und wie Einrichtungen wie etwa das „Schuki-Haus“ in Gliesmarode weiterhin eine Ausweichmöglichkeit für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf bleiben können. Die FDP ist überzeugt: Wer mit Schule vor allem Negatives verbindet, ob wegen Überforderung, Druck oder Mobbingerfahrungen, braucht Abstand. Ohne diesen Abstand wird der Nachmittag für diese Kinder zum Dauerstressfaktor. Die mögliche Folge: Kinder entziehen sich dem Angebot oder sie leiden so unter der zusätzlichen Belastung, dass sie intensivere Unterstützung der Jugendhilfe brauchen. In den außerschulischen Schuki-Einrichtungen können die Kinder individuell gefördert werden, sie haben vertraute Betreuer an ihrer Seite und können ohne die Schulkulisse Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen. „Wir haben hier ein Instrument zur Prävention an der Hand, das relativ günstig ist und das wir nicht komplett aufgeben sollten“, sagt Anikó Glogowski-Merten, schulpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion. Hier zu kurz zu denken und nur die unmittelbaren finanziellen Folgen zu sehen, sei nicht klug. „Die Folgekosten für teilstationäre oder stationäre Jugendhilfemaßnahmen bei einem Wegfall der Angebote müssen mit berechnet werden.“ Es gehe den Liberalen nicht darum, das Ganztagskonzept in Frage zu stellen. „Aber Kinder sind unterschiedlich und brauchen unterschiedliche Räume für ihre Entfaltung. Diese Wahlmöglichkeit sollten wir erhalten.“ |
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Außerschulische Betreuung erhalten: Abstand am Nachmittag entlastet Kinder
