Schlagwort: Schule

  • Digitalisierung Braunschweigs Berufsschulen

    Wie es um die digitale Ausstattung der Berufsschulen bestellt ist, möchte die FDP von der Stadtverwaltung wissen. Anikó Merten, FDP-Ratsfrau und Mitglied im Schulausschuss, erklärt die Intention: „Die Zukunft gehört dem Digitalen, selbst im Handwerk wird nicht mehr nur analog gearbeitet, sondern beispielsweise auf Drohnen gesetzt. Diese Zukunft sollte in den Berufsschulen antizipiert werden, um die Absolventen auf das vorzubereiten, was sie erwartet.“ Merten ist außerdem sicher, dass sich viele Ausbildungsinhalte über Virtual Reality gut vermitteln ließen. „Für solche Konzepte muss aber Infrastruktur vorhanden sein – zuallererst eine schnelle Internetverbindung bis in die Unterrichtsräume, aber auch Soft- und Hardware.“

    Besonders für Software sei auch die Frage nach Kooperationen mit Betrieben interessant. „Um sicherzugehen, dass die Berufsschüler auf Systemen lernen, die auch in der Praxis angewandt werden, könnten wir uns vorstellen, dass Schulen und Betriebe hier zusammenarbeiten, eventuell über Sponsoring“, erklärt Merten. Sollte die Anfrage ergeben, dass all dies (noch) nicht der Fall ist, könne sie vielleicht als Denkanstoß dienen, hofft die FDP-Ratsfrau.

  • Luftfilteranalgen für KiTa und Schule

    Für sicheren Unterricht nach den Sommerferien fordert die FDP-Ratsfraktion eine dringende Kehrtwende in Sachen mobiler Luftreiniger. „Aktuell hat das Umweltbundesamt seine Einschätzung dazu geändert und hält den Einsatz jetzt doch für sinnvoll“, sagt Mathias Möller und leitet daraus eine notwendige Konsequenz ab: „Die Notwendigkeit ist offensichtlich, die Stadt muss dringend handeln. Finanziell kann und sollte sie in Vorleistung gehen.“ Der Bund hat außerdem aktuell beschlossen, 200 Millionen Euro dafür bereitzustellen. Erst zu beginnen, wenn Geld geflossen ist, hält Möller aber für zu spät.

    „Nun gilt es, einen Stufenplan zu erarbeiten, in welchen Klassen, an welchen Schulen und welchen Kindertagesstätten es zuerst sinnvoll und notwendig ist. Dieser muss dann zügig abgearbeitet werden“, sagt Möller, der schulpolitischer Sprecher der Fraktion ist. Nach dem Signal vom Bund könne sich die Stadt nicht mehr hinter die Position des Landesgesundheitsamtes zurückziehen, die lange besagte, dass Lüften ausreichend sei. Auch wenn nun endlich Fensterlüfter installiert werden sollen, die die Situation in den Klassenzimmern deutlich verbessern werden, betont Möller: „Wir müssen alle Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen.“

    Er sei dankbar für die Einschätzung des Umweltbundesamtes: „Sie legitimiert im Nachhinein auch die Bestrebungen der FDP-Landtagsfraktion, die seit mehr als einem Jahr beständig fordert, Schulklassen mit auch mit mobilen Luftreinigern auszustatten.“

  • Schulsanierungen: Die Fassade bröckelt

    „Wenn Schulen nicht oder zu spät saniert werden, entsteht doppelter Schaden“, sagt Mathias Möller. Der FDP-Ratsherr ist Mitglied im Schulausschuss und kritisiert die Verwaltung für ihr Verhalten: „Der Oberbürgermeister ist sehr stolz auf seinen Investitionshaushalt und gleichzeitig werden Schulsanierungen immer wieder geschoben: bis zu fünf Mal in Folge!“ Das sei keine verlässliche Politik – und bei jungen Menschen schwinde so das Vertrauen in Politik und Verwaltung, während an ihren Schulen notwendige Bauarbeiten ausblieben. „Sowohl für den Haushaltsplan als auch für die Schulen gilt: die Fassade bröckelt“, sagt Möller. 
    Die Probleme, nämlich zu geringe Kapazitäten in der Bauverwaltung und knappe Verfügbarkeiten in der Baubranche, erkennt Möller an. „Eine Public-Private-Partnership (PPP) wäre eine Lösung“, schlägt er vor. „Aber entweder wurde diese Idee verschlafen oder man hat vielleicht Sorge, die linke Mehrheit im Rat könnte diese Idee aus ideologischen Gründen ablehnen.“ Jetzt erwarteten die Schulen definitive Aussagen, wann sie mit dem Beginn der Arbeiten rechnen können. „Dafür muss der Oberbürgermeister sich die Angelegenheit zu eigen machen, Prioritäten setzen und verbindliche Daten für den Start nennen. Die Schulen haben ein Recht darauf, zu wissen, wie lange sie die aktuellen Zustände noch dulden müssen.“ 
    Wie wichtig den Schülerinnen und Schülern der Zustand ihrer Schulen ist, sei am Freitag in der Ausschusssitzung zu sehen gewesen: Wilhelm-Gymnasium und Martino-Katharineum waren stark in den Besucherrängen vertreten. „Wenn sich Politik und Verwaltung immer wieder vor klaren Aussagen drücken und Zusagen zurückgenommen werden, richtet das gerade bei Jugendlichen großen Schaden an. Wir brauchen Verlässlichkeit.“

  • Schülerfahrkarten: Realistischer Kompromiss für Braunschweig

    Die FDP wird dem Vorschlag der Grünen und der SPD zu kostengünstigen Schülerfahrkarten zustimmen, dies kündigt die Ratsfraktion der Liberalen an. „Wir haben bis jetzt keine politischen Stolperfallen in dem Antrag gefunden“, sagt der schulpolitische Sprecher Mathias Möller, „der Diskussionsprozess war lang und es scheint jetzt etwas Gutes herausgekommen zu sein.“ Die FDP wurde allerdings nicht gefragt, ob sie als Antragsteller mitmachen wollte, „eine breitere Basis wäre ein schönes Signal in das Land gewesen, aber sinnvolle Lösungen tragen wir natürlich trotzdem gerne mit“, sagt Möller. 

    “Jetzt ist es wichtig, das die niedersächsische Landesregierung für Schülerfahrkarten mitbezahlt, auch das ist im Antrag so formuliert.“ Die FDP steht landesweit für eine kostenlose Schülerbeförderung, aber auch für solide Finanzen in Braunschweig, darum sagt Möller : „Der Anträge von BiBS und der AFD, die Fahrkarten kostenfrei zur Verfügung stellen wollen, ist finanziell fahrlässig. Immerhin sind die Begünstigten von heute die Steuerzahler von morgen. Die Schüler und Schülerinnen haben diesen Realismus in ihre Position jetzt mit einfließen lassen, die antragstellenden Parteien aber sind zu diesem finanzpolitischen Realismus offensichtlich nicht fähig.“

  • Weniger Elterntaxis, mehr Laufbusse

     Jeder Meter Fußweg scheint einer zu viel zu sein für viele Schüler unserer Schulen. Diesen Eindruck jedenfalls kann man gewinnen, wenn man morgens die Wagenkolonnen vor manchen Braunschweiger Schulen sieht. Ein mögliches Mittel gegen diese sogenannten Elterntaxis sieht die FDP-Fraktion im Rat der Stadt in dem Konzept der „Laufbusse“. In einer Anfrage bitten die Freidemokraten die Verwaltung, sich mit diesem Konzept zu beschäftigen.

    Kurz gefasst handelt es sich dabei um begleitetes Laufen. Entlang einer festgelegten Strecke sammeln erwachsene Begleitpersonen die Kinder an ausgeschilderten Haltestellen ein und gehen mit ihnen gemeinsam zu Fuß bis zur Schule. „Eltern können sich hierbei tageweise abwechseln, so ist mehr gewonnen, als wenn sie jeden Tag fahren müssen“, sagt Mathias Möller, schulpolitischer Sprecher der Fraktion.

     „Elterntaxis haben eigentlich nur Nachteile“, findet er: „Sie schaden der Umwelt, sie rauben den Eltern Zeit und vor allem gefährden sie die Sicherheit der Kinder: einerseits durch den massiven Verkehr vor den Schulen und andererseits, indem sie den Kindern die Möglichkeit nehmen, ihre Umgebung zu Fuß zu erleben. Wer nur die letzten 20 Meter bis zur Schultür laufen muss, lernt nicht, sich im Straßenverkehr zu bewegen.“ Durch das Laufen an der frischen Luft werde dem Bewegungsdrang der Kinder Rechnung getragen und sie lernten den Schulweg kennen und wie man ihn sicher bewältigt. „Nach einer Weile können die Kinder dann sogar selbstständig gehen und brauchen keine Begleitung mehr“, ist Möller sicher. 

    In anderen Städten sei das Konzept bereits erprobt. Von der Verwaltung wollen die Freidemokraten wissen, ob sich Laufbusse in Braunschweig etablieren ließen. „Elterntaxis sind jedenfalls keine gute Option“, sagt Möller. „Für schlechtes Wetter gibt es Regenjacken oder im größten Notfall Fahrgemeinschaften.“