Schlagwort: Wissenschaft

  • Weiterbildung an Hochschulen stärken

    Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag möchte die Weiterbildung an Hochschulen stärken und hat dazu heute einen Antrag in den Landtag eingebracht. In einer sich immer schneller ändernden Arbeitswelt würden Brüche in der beruflichen Biografie zukünftig immer normaler sein. Damit einher gehe die Notwendigkeit des sogenannten lebensbegleitenden Lernens. „Wir müssen diesen Begriff mit Leben füllen und entsprechende Angebote organisieren“, so Schütz. Gerade in der akademischen Fort- und Weiterbildung gebe es noch Verbesserungsbedarf. Schütz prognostiziert: „Der Druck wird steigen und die Hochschulen sind die idealen Anbieter. Sie haben Expertise auf hohem Niveau in vielen Bereichen und können auch ungewöhnliche Kombinationen und Lücken im Angebot zielgerichtet füllen.“ Es würden sowohl Module gebraucht, um nach Interesse und Bedarf bestimmte Themen anzubieten, aber auch ganze Weiterbildungs-Studiengänge.

    Die Hochschulen in Niedersachsen hätten sich auf den Weg gemacht, würden in ihrem Engagement aber bislang behindert. Das müsse sich ändern. „Weiterbildungsangebote müssen in die Berechnung von Lehrverpflichtungen der Lehrenden einfließen können und die entstehenden Overheadkosten abbildbar sein. Außerdem brauchen die Studierenden in Weiterbildungsmodulen endlich eine klare rechtliche Stellung. Hier hinkt Niedersachsen vielen anderen Bundesländern noch hinterher“, fordert Schütz. Gleichzeitig müsse die Durchlässigkeit für Arbeitnehmer ohne Hochschulzulassungsberechtigung verbessert und die digitalen Angebote massiv ausgebaut werden. Sinnvoll sei zudem die engere Vernetzung der Hochschulen mit ihren Alumni und ein bundesweites Online-Portal, über das passgenaue Weiterbildungsangebote von Hochschulen in der Nähe gefunden werden können.

    Hintergrund: Die FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen hat heute ihren Antrag „Weiterbildung an Hochschulen“ eingebracht.

  • Ausbreitungswege erforschen, um Ansteckungen zu verhindern

    Zum Antrag von SPD und CDU im Niedersächsischen Landtag zur Stärkung der Infektionsforschung im Zuge der Corona-Bekämpfung mahnt die FDP-Fraktion an, auch die Forschung zur Ausbreitung des Virus und der Ansteckung über Aerosole stärker in den Blick zu nehmen:

    „Keine Frage, die eigentliche Infektionsforschung wird uns hoffentlich retten. Aber bis dahin gilt es, sich mit den Ausbreitungswegen und möglichen Ansteckungen noch viel intensiver zu befassen, um massenhafte Ansteckungen zu verhindern und eine Verbreitung einfangen zu können. Die Belüftung von Innenräumen und der dortige Verbleib von Aerosolen bzw. wie man die am besten vertreibt, ist eine offene Flanke.“

    Die FDP-Fraktion hat einen Antrag zur Forschungsförderung in diesem Bereich in den Landtag eingebracht. Das Ziel ist es, Handreichungen für Schulen, Betriebe und viele weitere zu erstellen, damit diese gerade in der kalten Jahreszeit Ansteckungen in Innenräumen minimieren können.

  • Verbreitung in Innenräumen besser erforschen

    Nach den jüngsten Großausbrüchen des Corona-Virus geraten Aerosole und ihre Ausbreitung in Innenräumen zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf das Ende des Sommers und die nahende Indoor-Saison fordert die FDP-Fraktion verstärkte Forschung in diesem Bereich und eine breite Informations- und Präventionsoffensive durch die Landesregierung. „Im Kampf gegen das Coronavirus muss das Land dringend in entsprechende Forschung unserer exzellenten niedersächsischen Hochschulen investieren. Der Herbst kommt schnell und mit ihm vermehrte Aufenthalte in Innenräumen“, fordert Susanne Schütz, wissenschafts- und baupolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen. Die Fraktion wolle deshalb ein Forschungsförderprogramm in Höhe von 10 Millionen Euro beantragen, das die Eindämmung von Infektionsgefahren in Innenräumen zum Ziel habe. Diese Forschung solle insbesondere die Rolle von Be- und Entlüftung auch durch raumlufttechnische Anlagen im Blick haben. Teil dieser Forschungsprojekte wäre sinnvollerweise auch ein Konzept zur Kommunikation der Ergebnisse in eine breite Öffentlichkeit.

    Die Landesregierung müsse bis zum 1. August eine Strategie zur Nutzung von Innenräumen im Herbst und Winter entwickeln und Empfehlungen zu Nutzung und Ausstattung von baulichen Elementen wie Aufzügen erarbeiten. „Schulen, Universitäten, Kultur, Betriebe, Geschäfte, ÖPNV und viele mehr brauchen spätestens zum Start in die kühle Jahreszeit wissenschaftlich belastbare Handreichungen, damit die gefürchtete ‚zweite Welle‘ am besten gar nicht erst kommt“, fordert Schütz.

    Hintergrund: Die jüngsten großen Corona-Ausbrüche scheinen nach aktuellen Erkenntnissen wesentlich auf die Verbreitung des Virus über Aerosole in Innenräumen erfolgt zu sein.

  • Statement zum offenen Brief der MHH Mitarbeiter

    Laut Berichterstattung der Neuen Presse haben die Mitarbeiter der MHH offenbar das Gefühl, Vize-Präsident Tecklenburg sei zu Unrecht aus seiner Stellung entfernt worden und beklagen dies in einen offenen Brief. Auch für die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag ergeben sich noch Fragen, wie auch gestern im Ausschuss schon angesprochen. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz, kommentiert das folgendermaßen:

    „Dass die Landesregierung eben nicht die Chance genutzt hat, das Parlament und eine breite Öffentlichkeit über Hintergründe der Entscheidung zu informieren, finde ich beschämend. Die Mitarbeiter der MHH haben durch den Brief signalisiert, dass großer Erklärungsbedarf besteht.

    Wenn der Hintergrund, wie gestern im Ausschuss dargestellt, in ungeklärten Organisationsabläufen innerhalb der MHH besteht und der Verantwortung des Vize-Präsidenten für diesen Bereich, fragt man sich, warum das erst jetzt auffällt und wie das Wissenschaftsministerium seine Fürsorgepflicht für den Landesbetrieb MHH künftig mit Leben füllen will.“

  • Fall Igor K.: Katastrophale Kommunikation zwischen den Ministerien

    Die FDP-Landtagsabgeordneten Susanne Schütz und Marco Genthe zeigen sich enttäuscht über die Ergebnisse der heutigen Ausschusssitzung zum Themenkomplex Igor K. „Innerhalb der MHH und auch in der Kommunikation der MHH in Richtung der Ministerien sind offensichtlich eklatante Fehler und Versäumnisse geschehen. Dies nun aber ganz alleine der MHH selbst anzulasten, greift zu kurz. Sie ist ein Landesbetrieb, also hat das Wissenschaftsministerium die Fachaufsicht. Wenn es die ernst genommen hätte, hätte es schon viel früher zu einem Eingreifen und dem Installieren funktionierender Strukturen kommen müssen. Die Entlassung des Vizepräsidenten Tecklenburg ist daher ein Bauernopfer, um zu verhindern, dass die Verantwortung das Ministerium erreicht“, so die FDP-Wissenschaftspolitikerin Susanne Schütz.

    Auch für den innen- und rechtspolitischen Sprecher der Fraktion, Marco Genthe, sind noch einige Fragen offengeblieben. „Nach wie vor sind viele Vorgänge eher nebulös. Was aber mehr als klar geworden ist, ist die katastrophal schlechte Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Ministerien. Es gab keinen Plan und kein abgestimmtes Verhalten, man hat irgendwann nur noch auf die sich überschlagenden Ereignisse reagiert. Die Landesregierung war zeitweise nicht handlungsfähig und von den Ereignissen getrieben. Das ist kein Bild, das eine Landesregierung abgeben sollte“, so Genthe. Um die noch vorhandenen Ungereimtheiten aufzuklären, habe die FDP-Fraktion eine umfassende Akteneinsicht zu dem gesamten Fall beantragt.

    Hintergrund: In der heutigen gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Wissenschaft und Innenpolitik fand eine Unterrichtung zum Aufenthalt von Igor K. in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) statt.

  • Hebammenausbildung wird zukunftsfest gemacht – Keine Region darf vergessen werden

    Wissenschaftsminister Thümler macht endlich das, was seitens des Bundes schon lange zugesagt ist. Die Ausbildung der Hebammen wird bis Januar 2020 in ein Studium überführt. Das ist in der Europäischen Union bereits Standard. Jetzt endlich zieht Niedersachsen nach. „Die Umsetzung ist mehr als überfällig. Die Freien Demokraten freuen sich, dass der Minister nun endlich unsere Forderung in die Tat umsetzt“, so die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Susanne Schütz.

    Die FDP hat schon vor über einem Jahr einen Antrag mit der Forderung der Umstellung der Hebammenausbildung in ein Duales Studium eingebracht – statt sich damals schon auf den Weg zu machen, haben Wissenschafts- wie Sozialministerium lange an einem Modell mit Erhalt von Examen und reinen Aufbaustudiengängen festgehalten. „Wir haben mit Anfragen, im Plenum und im Ausschuss immer wieder darauf hingewiesen, dass das Modell nicht mit der Gesetzeslage im Bund übereinstimmt. Offenbar hat sich diese Erkenntnis jetzt auch in den zuständigen Ministerien durchgesetzt“, kommentiert Schütz die Ankündigung des Ministers vom Mittwoch, die Überführung in ein Studium nun umzusetzen. „Das Studium ist ein Zeichen auch der sozialpolitischen Verantwortung, die Hebammenausbildung zukunftsfest zu machen“, so Schütz weiter.

    Mit der Umsetzung stellen sich nun Fragen, die seitens des Ministeriums zügig beantwortet werden müssen. Wenn es künftig nur vier Studienstandorte geben soll, wird es für eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen in ganz Niedersachen wichtig sein, wie die Verteilung der Studierenden in den umfangreichen Praxisphasen des Studiums aussieht. „Die Landesregierung darf hier keine Region aus den Augen verlieren. Wir bleiben am Ball und werden weiter nachfragen, um den Druck hoch zu halten“, verspricht Schütz. 

    Hintergrund: Am Mittwoch hat Wissenschaftsminister Thümler die Pläne der Landesregierung zur Hebammenausbildung vorgestellt.

  • Statement zur Hebammenzentrale

    Zum heutigen Start der Arbeit der Hebammenzentrale in Hannover sagt die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz:

    „Hebammenzentralen sind zu begrüßen, denn es ist ein unhaltbarer Zustand, wenn werdende Eltern zur Betreuung vor und nach der Geburt eines Kindes keine Hebamme finden. Eine Zentrale kann bei der Vermittlung sehr hilfreich sein. Dennoch verwaltet sie lediglich den Mangel. Statt diesen mit allen Kräften zu beheben, verharrt die Landesregierung bei der Umstellung der Hebammenausbildung auf ein Studium in Tatenlosigkeit. Das in Niedersachsen angedachte Modell mit einem Erhalt der Hebammenschulen, einem dortigen Examen und einem anschließenden Aufbaustudium entspricht in mehreren Punkten nicht dem Hebammengesetz, das den Examensabschluss beispielsweise gar nicht mehr vorsieht. Die Landesregierung muss hier endlich einen sinnvollen und rechtskonformen Vorschlag vorlegen.“

  • Statement zur Entscheidung in der ExzellenstrategieStatement

    Zur Entscheidung in der Exzellenzstrategie merkt die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schütz, an:

    Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen steht der Wissenschaftsstandort Niedersachsen als Verlierer da. Es ist mehr als bedauerlich , dass sich keine der niedersächsischen Universitäten mit dem Titel Exzellenzuniversität schmücken kann. Wir Freie Demokraten sind der Meinung, sie hätten es eindeutig verdient gehabt.

    Wie geht es jetzt weiter? Unabhängig von der Exzellenförderung müssen die Hochschulen für exzellente Forschung bestmöglich ausgestattet werden. Um Spitzenwissenschaftler nicht nur engagieren zu können, sondern auch zu halten, braucht es mehr Flexibilität in Personalfragen. Auch in der Infrastruktur, vor allem bei den Gebäuden und in der Ausstattung  muss die Landesregierung den niedersächsischen Hochschulen das Beste zur Verfügung stellen. 

    Der Minister muss die aus der Bewerbung gewonnenen Erkenntnisse nun auswerten, damit die Hochschulen beim nächsten Mal zu den Gewinnern gehören.“

  • Statements vom 11. & 16. Juli

    Statement zum Milliarden-Minus der MHH

    Zu der heutigen Berichterstattung, die MHH habe in fünf Monaten ein Minus von 12 Millionen Euro erwirtschaftet, hat die FDP-Fraktion eine Unterrichtung des Wissenschaftsausschuss beantragt. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz, kommentiert:

    „Die unterschiedlichen Darstellungen in der Presse zur Ursache dieses riesigen Defizites erscheinen uns unbefriedigend. Hier gibt es offensichtlich ein massives Problem und das muss gelöst werden. Das Wissenschaftsministerium muss hier als Aufsichtsbehörde dem Wissenschaftsausschuss Rede und Antwort stehen. Wir wollen wissen, warum so viele Rechnungen beanstandet werden und auch welches Konzept es gibt, um solch ein Minus in den Griff zu bekommen.“

    Statement zum Medizinstudiengang der Universität Oldenburg

    Zum geplanten Aufwachsen des Medizinstudienganges an der Universität Oldenburg merkt die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schütz an:

    „Das Urteil des Wissenschaftsrates über den Medizinstudiengang an der Universität Oldenburg zeigt, dass dieses realitätsnahe Studium ein richtiger Weg ist. Frühzeitig eingebundene Praxisphasen führen die Studierenden optimal und vor allem praxisnah an das Aufgabenfeld des Allgemeinmediziners heran, gerade auch auf dem Land. Damit liegt hier ein weitaus größeres Potenzial, dem Landarztmangel entgegenzuwirken, als irgendwelche Landarztquoten. Dafür braucht es aber auch genügend geeignete Räume für die Ausbildung. Wenn hier zukünftig fünfmal so viele junge Menschen studieren sollen, muss das Land alles dafür tun, die räumliche Situation vor Ort unverzüglich zu verbessern.

  • Klare Konzepte statt unbrauchbarer Zwischen-lösungen – Hebammenausbildung muss schnellstmöglich in Studium überführt werden

    Zur heutigen Unterrichtung im Sozialausschuss über die Zwischenergebnisse des „Runden Tisches Hebammenversorgung“ merkt die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schütz an: „Wenn die Diskussion in Niedersachsen darauf hinausläuft, in der Regel die angehenden Hebammen weiter das bisherige Examen an den Hebammenschulen ablegen zu lassen und das Studium dann als ein Duales Studium anzuhängen, sehen wir mehrere massive Probleme“, so Schütz. Dies würde dazu führen, dass es zwei Kategorien von Hebammen gäbe: solche mit Examen und solche mit Bachelor-Abschluss. EU-weit anerkannt würde dabei nur die zweite Gruppe. Schütz: „Solch ein Konzept wäre nicht zu Ende gedacht. Welche Tätigkeiten darf eine Hebamme zukünftig noch ausüben, die nicht studiert hat? Das Schaffen von Hebammen erster und zweiter Klasse geht in die komplett falsche Richtung!“

    Es bestehe außerdem die Gefahr, dass solch eine „Niedersachsen-Lösung“ die Kooperationen mit den anderen Bundesländern massiv erschwere. Hochschulen und Krankenhäuser seien darauf aber angewiesen. Nicht zuletzt dürften die Hochschulen keinesfalls behindert werden, jetzt grundständige Studiengänge für Hebammenwissenschaft aufzubauen. „Eine solche Zwischenlösung darf nicht zementiert werden – sonst wird die sozialpolitisch wichtige Entwicklung der Hebammenwissenschaft ausgebremst“, erklärt Schütz weiter.

    Hintergrund: Im Sozialausschuss des Landtages fand heute eine Unterrichtung über die Zwischenergebnisse des „Runden Tisches Hebammenversorgung“ statt. Dabei geht es unter anderem darum, EU-Recht umzusetzen und die Hebammenausbildung in ein Studium zu überführen.