Schlagwort: Wissenschaft

  • Hochschulen unterstützen und nicht täuschen – Mittel aus dem Hochschulpakt auch zukünftig vollständig weiterleiten

    Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP Fraktion, Susanne Schütz, kritisiert die Überlegungen der Landesregierung, Mittel aus dem Hochschulpakt ab 2020 nicht direkt an die Hochschulen weiterzuleiten, sondern zurückzubehalten. „Diese Idee ist nicht nachvollziehbar. Die Hochschulen haben – politisch gewollt – zusätzliche Studienplätze geschaffen. Sollen sie deren Finanzierung jetzt alleine stemmen“, fragt sich Schütz. Wenn man die politischen Weichen, vielleicht auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, anders stellen wolle, müsse man das offen thematisieren. „Bisher ist von der Landesregierung aber nichts in diese Richtung zu hören. Ein Zurückhalten der Hochschulpaktmittel käme somit einer Täuschung der Hochschulen gleich“, so Schütz.

    Gleichzeitig fordere sie mehr Finanzmittel für die Sanierung der Hochschulbauten. „Der von der Landeshochschulkonferenz thematisierte Sanierungsstau an den Gebäuden der Hochschulen wurde von unserer Seite schon mehrfach bemängelt. Die FDP-Fraktion hat in ihrem Nachtragshaushalt für 2018 eine Aufstockung der dafür vorgesehenen Mittel um 200 Millionen Euro vorgesehen“, erklärt Schütz weiter.

    Hintergrund: Wie das Politikjournal „Rundblick“ heute berichtet, gibt es in der Landesregierung Überlegungen, die über den Hochschulpakt seitens des Bundes bereitgestellte Mittel für die Hochschulen in der nächsten Phase der Hochschulfinanzierung nicht direkt an die Hochschulen weiterzuleiten, sondern zurückzubehalten.

  • Digitalisierung ist Querschnittsaufgabe – Pläne für Digitalisierungsprofessuren sind unausgegoren

    Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz, kritisiert die Pläne der Regierungsfraktionen zur Einrichtung von Digitalisierungsprofessuren als unausgegoren. „Dafür, dass Wirtschaftsminister Althusmann die Einrichtung der Digitalisierungsprofessuren als eines der wichtigsten Vorhaben in dieser Legislaturperiode bezeichnet hat, ist der entsprechende Antrag allerdings enttäuschend“, betont die FDP-Politikerin. Zweifellos komme den Hochschulen eine besondere Bedeutung für die Ausgestaltung der Digitalisierung in Niedersachsen zu. Durch Lehre und Forschung seien sie Motoren für neue Entwicklungen und Multiplikatoren gleichermaßen. „Die Einrichtung spezieller Professuren für diesen Bereich darf aber nicht auf die Informatik beschränkt bleiben. Digitalisierung ist eine Querschnittsaufgabe, die insbesondere auch den Bereichen der Lehramtsausbildung, der Gestaltung oder auch der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer betrifft. Konkrete Aussagen, wo diese Professuren angesiedelt werden sollen, fehlen aber bisher. Die Aussagen im Antrag, der dem Landtag vorliegt, sind in dieser Frage sogar widersprüchlich“, so Schütz weiter.

    Hintergrund: Am gestrigen Mittwoch debattierte der Niedersächsische Landtag über einen Antrag der Regierungsfraktionen zur Einrichtung von Digitalisierungsprofessuren.

  • Niedersachsen braucht schnell mehr Medizinstudienplätze

    Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz, fordert die Landesregierung auf, schnell neue Medizinstudienplätze zu schaffen. „Es herrscht schon jetzt Ärztemangel und der wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen. Für ein Flächenland wie Niedersachsen hat das erhebliche negative Auswirkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird die ärztliche Versorgung nicht mehr gewährleistet sein, wenn sich nicht schnell etwas ändert“, so Schütz. Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sei ein erster, richtiger Schritt. Das Grundproblem werde damit jedoch nicht gelöst. „Auch, wenn die Zulassungsbedingungen gelockert werden, ist damit noch kein zusätzlicher Studienplatz verfügbar. Minister Thümler muss seine Ankündigung, neue Studienplätze zu schaffen, jetzt schnell umsetzen. Die Medizinerausbildung dauert Jahre, deshalb haben wir keine Zeit zu verlieren“, erklärt die Wissenschaftspolitikerin.

    Würden genügend Mediziner ausgebildet, löse sich mittelfristig auch das Problem der ärztlichen Versorgung auf dem Land. Schütz: „Statt Studienplätze an die Verpflichtung zu binden, sich für Jahre im ländlichen Bereich niederzulassen, soll Minister Thümler lieber dafür sorgen, dass es ausreichend Ärzte gibt. Dann würde sich dieses Problem von ganz alleine lösen. Solange aber der aktuelle Mangel besteht, wählen junge Ärzte natürlich eher die Städte als Arbeitsort.“

    Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hat heute die aktuelle Vergabepraxis für Medizinstudienplätze als teilweise verfassungswidrig erklärt. Sie muss künftig anders geregelt werden.

    Presseinformation
    Nr. 263/2017 –  Hannover, den 19.12.2017