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  • Unsere kandidat:innen für die Kommunalwahl 2021!

    Die FDP Braunschweig wählte am 20.05. 2021 ihre Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für die acht Ratswahlbezirke der Stadt Braunschweig. Das Team um die beiden bisherigen Ratsherren Carsten Lehmann und Mathias Möller wird ergänzt durch den parteiunabhängigen Falk-Martin Drescher, die Direktkandidatin für den Bundestag Anikó Merten, Ingo Schramm, Petra Steinhoff sowie den Vorsitzenden der Jungen Liberalen Braunschweig Lukas Kamm und Dr. Jan-Philipp Mai. Mit dieser Mischung aus Erfahrung und frischen Ideen wollen die acht gemeinsam dafür sorgen, dass die Freien Demokraten diesmal noch gestärkter in den Rat der Stadt einziehen. 

    Außerdem wurde auf der Wahlgebietsmitgliederversammlung Kaspar Haller als Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl von den anwesenden Mitgliedern mit einem eindeutigen Votum bestätigt. 

    Der Kurs für die Freien Demokraten für die Kommunalwahlen am 12.9.2021 wird dann mit dem Kommunalwahlprogramm, welches in der Sitzung des Mitgliedern als Entwurf vorgestellt wurde, weiter festgeschrieben. Das Kommunalwahlprogramm beinhaltet Eckpunkte zu den wichtigen Themen zur Stadtentwicklung und Wirtschaft, Digitalisierung und Mobilität sowie Klima, Umwelt und Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Mitglieder erhalten nun Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen und das Programm weiter mitzugestalten. Während eines außerordentlichen Parteitages soll das Kommunalwahlprogramm dann beschlossen werden. 

    Die KandidatenInnen für die acht Wahlbereiche im Einzelnen:

    Gemeindewahlbereich 11 – Nordost: Anikó Merten
    Gemeindewahlbereich 12 – Östliches Ringgebiet: Dr. Jan-Philipp Mai
    Gemeindewahlbereich 13 – Innenstadt/Südlicher Ring: Falk-Martin Drescher
    Gemeindewahlbereich 21 – Südost: Carsten Lehmann
    Gemeindewahlbereich 22 – Südwest: Petra Steinhoff
    Gemeindewahlbereich 31 – Westlicher Ring: Ingo Schramm
    Gemeindewahlbereich 32 – Nordwest: Mathias Möller
    Gemeindewahlbereich 33 – Nördlicher Ring: Lukas Kamm

    Sie haben Fragen, dann wenden Sie sich gern an: 

    FDP Kreisverband Braunschweig
    Tel: (0531) 1 55 45
    E-Mail: kontakt@fdp-braunschweig.de 

    Von links nach rechts: Falk-Martin Drescher, Mathias Möller, Anikó Merten, Kaspar Haller, Ingo Schramm, Petra Steinhoff, Carsten Lehmann, Lukas Kamm (nicht auf dem Bild: Dr. Jan-Philipp Mai)

  • Falk-Martin Drescher tritt parteilos für uns an

    Der Braunschweiger Medienmacher Falk-Martin Drescher, bekannt für sein vielfältiges Engagement – unter anderem im hiesigen Kultviertel – möchte bei der diesjährigen Kommunalwahl für die Freien Demokraten für den Rat der Stadt Braunschweig kandidieren. Drescher tritt ohne FDP-Mitgliedschaft, dafür auf Grundlage gemeinsamer Werte und Ziele für die Partei an und soll am 20. Mai von den Mitgliedern als Kandidat bestätigt werden. Drescher will sich vor allem für die Entwicklung von Innenstadt und Quartieren engagieren.

    Ein Neustart für Braunschweig braucht frische Ideen, neue Köpfe sowie einen Generationswechsel im Rathaus – davon ist die FDP Braunschweig überzeugt. Verbunden mit dieser Haltung unterstützt die Partei nicht nur die Oberbürgermeister-Kandidatur des parteilosen Kandidaten Kaspar Haller, sondern auch das Engagement von Menschen aus der Mitte der Braunschweiger Gesellschaft, die auf Basis gemeinsamer Werte und Vorstellungen für die Freien Demokraten bei der Kommunalwahl im September antreten. Und das auch ohne FDP-Mitgliedschaft. 

    In diesem Zusammenhang will der Medienschaffende Falk-Martin Drescher (30) in diesem Jahr für die FDP für den Rat der Stadt Braunschweig kandidieren. „Die Mitgestaltung von Stadtgesellschaft und Kulturszene war mir schon immer wichtig, sei es über die Quartiersinitiative Kultviertel oder auch andere Projekte“, so Drescher. Bei der FDP möchte sich der Braunschweiger deshalb insbesondere für das Thema der Stadtentwicklung stark machen, sei es der lokale Handel, die hiesige Gastronomie oder auch der öffentliche Raum als „dritter Ort“ der Menschen.

    „Gestalter aus der Mitte der Gesellschaft“

    Der Texter und Moderator hat in den vergangenen Monaten – gemeinsam mit weiteren Engagierten – zahlreiche indes Initiativen gestartet: So gründete er mit Gastronomen und Kreativschaffenden zusammen den Verein Cheer’s Kitchen, bei dem Gastronomen, ermöglicht durch Spenden, für in der Pandemie besonders beanspruchte Berufsgruppen wie Krankenpflegende oder Rettungskräfte kochen. Gemeinsam mit weiteren Unternehmern, einer Bäckerei sowie einem Autohaus versorgte Drescher im ersten Lockdown täglich die Kliniken mit gespendeten Backwaren; und bei dem Projekt „Du für Braunschweig“ wirbt er mit anderen für mehr ehrenamtliches Engagement.

    „Falk-Martin Drescher ist für sein vielfältiges Engagement unter anderem im Braunschweiger Kultviertel stadtbekannt – und einer jener Gestalter aus der Mitte unserer Gesellschaft, die Kommunalpolitik so dringend braucht, um wieder am Puls der Zeit zu sein“, erklärt die Braunschweiger FDP-Landtagsabgeordnete Susanne Schütz. Drescher ergänzt dazu: „Insbesondere die Zeit der Corona-Pandemie hat viele Themen noch deutlicher offen gelegt, die es gilt gemeinsam anzugehen. Sei es etwa die Entwicklung der Innenstadt und Quartiere, die Bedeutung von stationärem Handel und Gastronomie, die Förderung der Gründer- und Kreativszene, eine noch digitaler aufgestellte Verwaltung oder ein Fokus auf nachhaltiges Handeln. All diese Themen, die mir wichtig sind, finden sich in dem Programm für Braunschweigs Zukunft der FDP Braunschweig wieder – auf dieser Grundlage haben wir zusammen entschieden, dass eine Kandidatur auch ohne FDP-Mitgliedschaft sinnhaft ist.“

    „Engagement bedarf Plattformen“

    FDP-Stadtrat Carsten Lehmann fügt hinzu: „Wir wollen die kommenden Wochen nutzen, um weitere Kandidat:innen zu finden, die auch ohne FDP-Mitgliedschaft, aber auf Grundlage gemeinsamer Werte und Zielvorstellungen für die FDP zur Kommunalwahl antreten.“ Der Öffentlichkeit vorgestellt werden sie im Zuge der Kandidatenaufstellung der FDP Braunschweig für die Kommunalwahl, die für den 20. Mai geplant ist. Drescher jedenfalls freut sich über Mitstreiter:innen: „Engagement bedarf Plattformen. Und ich finde es stark, dass sich die FDP noch intensiver in der Rolle als Plattform für Mitgestaltung sieht. Ich hoffe, dass sich in diesem Zusammenhang noch mehr kreative Köpfe für die Kommunalwahl und in diesem Kontext für die Kandidatur für den Rat der Stadt finden.“

  • Aktuelle Stunde: Wohnungsbau stärken

    Zur wohnungs- und städtebaulichen Debatte in der Aktuellen Stunde am Donnerstag im Niedersächsischen Landtag, erklärt die baupolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schütz:  

    „Wir müssen uns immer vor Augen führen, dass wir quer durchs Land unterschiedliche Herausforderungen in Sachen Wohnungsbau haben. In den Ballungszentren, den Großstädten, besonders den Universitätsstädten, ist der Wohnungsmangel nicht nur offensichtlich, sondern wird wohl auch in Zukunft anhalten. Gleichzeitig ist das Problem in strukturschwächeren Gegenden nicht die Schaffung zusätzlichen Wohnraumes, sondern zum Teil eher die Belebung des vorhandenen. Und ein Großteil der Kommunen verzeichnet jetzt Wohnraummangel – läuft aber in ein paar Jahren sehenden Auges dann in drohenden Leerstand.

    Vielfältige Probleme brauchen vielfältige und vor allem flexible Lösungen. Statt lediglich auf die Ausweisung neuer Bauflächen zu setzten, sind Nachverdichtung und Umnutzung von Gewerbebauten zu Wohnbauten oder umgekehrt ein guter Ansatz, um auf lokale Bedürfnisse zu reagieren. Flexibilität würde auch beim Denkmalschutz helfen, denn alte Häuser werden nur gekauft, wenn sie an moderne Wohnbedürfnisse angepasst werden können. Dringend notwendig sind Ansätze zur Wiederbelebung der Innenstädte, denn mit einer Reaktivierung des öffentlichen Raums, mit mehr Aufenthaltsqualität in den Städten werden Innenstädte als Aufenthalts- wie auch als Wohnorte wieder interessanter. Menschen müssen die Chance bekommen, Nachbarn zu werden, sich kennen zu lernen und dafür brauchen sie entsprechende Räume. Die Beschlüsse des Landtags in dieser Woche für mehr Wohnen und für attraktivere Innenstädte sind hier ein guter Start, lassen aber das finale Maß an Gestaltungsfreiheit für die Bürger oft vermissen. Diese wissen jedoch häufig am Besten, wie sie zukünftig leben wollen.“

  • Bürger beim Klimaschutz einbinden, Klimaschutzanleihen ausgeben

    Geld anlegen und damit dem Klima helfen: das sollen Braunschweiger künftig können, wenn es nach der FDP-Ratsfraktion geht. Die Stadt soll demnach künftig Klimaschutzanleihen an die Bürgerinnen und Bürger ausgeben und mit dem daraus eingenommenen Geld Klimaschutzprojekte finanzieren. Diese Idee soll in das neue Klimaschutzkonzept aufgenommen werden. Wenn der Rat dieses beschließt, wird die Verwaltung ein Konzept für die Anleihen erarbeiten. So hat es die FDP-Ratsfraktion beantragt und so wurde es heute im Planungs- und Umweltausschuss beschlossen. 

    „Wir hoffen, dass die Kombination aus einer attraktiven Geldanlagemöglichkeit und dem Gedanken, der Stadt bei etwas Wichtigem zu helfen, viele Menschen mit einbindet in eines der großen Vorhaben unserer Zeit“, sagt Mathias Möller, umwelt- und finanzpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Er freue sich, dass die Idee im Ausschuss Anklang gefunden hat. „Dank der Anleihen könnte die Stadt kurzfristig große Projekte anfassen, für die sonst das Geld fehlen würde. Davon profitieren wir alle. Und nach Ende der Laufzeit erhalten die Anleger ihren Beitrag mit Zinsen zurück.“

    Um besonders private Anleger anzusprechen, schwebt der FDP eine niedrige Stückelung vor, und die Zahl der Anleihen, die eine einzelne Person kaufen kann, sollte gedeckelt sein. „Mit einem geringen Einzelpreis können sich auch Menschen Anleihen leisten, die nicht mehrere tausend Euro auf einmal zur Verfügung haben“, erklärt Möller, „und durch die Deckelung würde es für Großanleger unattraktiver, alles aufzukaufen.“ Ziel sei es ganz klar, möglichst viele Menschen in das Projekt Klimaschutz mit einzubinden.

  • Änderung des Nds. Wohnraumfördergesetzes

    Zu der heute mit großer Mehrheit beschlossenen Änderung des Niedersächsischen Wohnraumfördergesetzes sagt die baupolitische Sprecherin der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schütz:

    „Das neue Wohnraumfördergesetz erlaubt es, besser auf die aktuellen Belange und Entwicklungen zu reagieren, deshalb haben wir dieses Vorhaben unterstützt. Der bürokratische Aufwand wird in vielen Bereichen gesenkt und zahlreiche Abläufe werden vereinfacht. Besonders am Herzen liegt mir dabei, dass die Förderung studentischen Wohnraums nun deutlich besser an die realen Bedürfnisse der Studierenden angepasst werden kann. Auch die Verbindung mit dem Instrument der Quartiersförderung ist ein guter Ansatz – sie ist Teil einer nachhaltigeren Strategie, um auf auch soziale Herausforderungen in Wohngebieten reagieren zu können. Während die großen Städte vor allem unter Wohnraummangel leiden, gibt es in vielen dörflichen Strukturen eher das Problem abnehmender Bevölkerung. Wir als Politik müssen immer ein Augenmerk darauf legen, wo sich Mängel abzeichnen. Und wir brauchen ein Instrumentarium, um entsprechend darauf zu reagieren. Grundsätzlich ist die Schaffung neuen Wohnraums das wirksamste Mittel gegen Wohnungsknappheit und einen angespannten Mietmarkt. Das Bauen zu fördern ist hier der Königsweg. Dazu gehört auch die Förderung des sozialen Wohnungsbaus – auch deshalb haben wir als FDP diesem Gesetz zugestimmt. Eine Landeswohnungsbaugesellschaft, wie sie vor allem von der SPD favorisiert wird, braucht es dazu allerdings nicht.“

  • Parkplätze am Wilhelmitorwall sollen zum Pilotprojekt werden

    Die von der linken Mehrheit im Bezirksrat Innenstadt und im Planungs- und Umweltausschuss im Rat der Stadt beschlossene Neuordnung des Parkraums am Wilhelmitorwall hat erhebliche Anwohnerproteste hervorgerufen und ist so nicht umsetzbar. Statt des bisherigen Schrägparkens sollte nur noch Längsparken erlaubt werden. Damit wären rund 100 Parkplätze in der stark frequentierten Innenstadtlage entfallen. Die Ratsfraktionen von FDP und CDU unterstützen deswegen das Bemühen der Stadtverwaltung, eine befriedigende neue Lösung für die Parkplatzsituation am Wilhelmitorwall zu finden und haben dazu einen Ratsantrag eingereicht. Darin sprechen sie die Situation am Wilhelmitorwall an, haben aber auch grundsätzliche Forderungen für vergleichbare Problemstellungen.

    Im Kern wollen die beiden Fraktionen, dass kein Parkraum in Innenstadtlage ohne Kompensation abgebaut werden soll. „Die Stadt Braunschweig verzichtet zukünftig, wann immer es möglich ist, auf die Reduzierung des öffentlichen Parkraums in Braunschweig. Zukünftig wird der Erhalt von möglichst viel Parkraum besonders in der Innenstadt als erstrebenswertes Ziel angesehen“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag von FDP und CDU, der am 28. April im Planungs- und Umweltausschuss erstmals beraten wird. Die Entscheidung darüber fällt am 11. Mai schließlich der Rat der Stadt.

    „Wir hoffen, dass unsere Initiative jetzt zu einer guten Lösung am Wilhelmitorwall führt, die alle Interessen zusammenführt und eben nicht ideologisch spaltet. Die Anwohnerinnen und Anwohner am Wilhelmitorwall erwarten eine pragmatische und keine dogmatische Lösung. Das gilt natürlich auch für alle anderen vergleichbaren Fälle. Dafür bietet unser Antrag die praktikable Grundlage. Die Neugestaltung des Parkraums am Wilhelmitorwall soll dafür das Pilotprojekt werden“, sagt der planungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Björn Hinrichs.

    „Der Verlust an Parkraum an dieser Stelle ist schlecht für die Anwohner, schlecht für die ansässigen Firmen und Verbände, schlecht für die Arztpraxen, schlecht für die Patienten und schlecht auch für unsere Innenstadt. Wir verstehen den Protest der Betroffenen. Wir als FDP-Fraktion hatten schon im Dezember den Neustart der Planungen mit dem Erhalt möglichst vieler Parkplätze als die beste Möglichkeit angesehen. Wir freuen uns, dass wir jetzt gemeinsam mit der CDU-Ratsfraktion einen starken Impuls geben können“, meint der planungspolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Mathias Möller.

    Für das ausschließliche Längsparken hatten im Bezirksrat Innenstadt und Planungs- und Umweltausschuss die Vertreter von SPD, Grüne, Linke, BIBS und P² gestimmt. Es war die schlechteste der vorgestellten Varianten, die auch von der Verwaltung nicht favorisiert worden war.

    Nach einer Bedarfs- und Nutzungsanalyse für die jeweils betroffenen Bereiche, frühzeitiger Beteiligung der Anwohner, dem Bestimmen möglicher Ersatzparkflächen im nahen Umfeld soll künftig in vergleichbaren Fällen ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt werden, das alle konkurrierende Interessen berücksichtigt. Ziel soll stets sein, keinen Parkraum ohne Ausgleich zu vernichten.

  • Anikó Merten ist usere Direktkandidatin für den Bundestag

    Die FDP Braunschweig hat am Donnerstag in einer Wahlkreismitgliederversammlung Anikó Merten (39, Kunstwissenschaftlerin) mit einem eindeutigen Votum als ihre Direktkandidatin für die Bundestagswahl am 26.9.2021 benannt. In ihrer Bewerbungsrede stellte sie die Herausforderungen und Chancen dieser Zeit heraus. Sie zeigte die Bedeutung der Liberalen für die Stärkung des Zusammenhalts und die Stärkung des Vertrauens in die Demokratie heraus. Sie rief die Mitglieder ihrer Partei dazu auf, gemeinsam zu zeigen, “dass die Freien Demokraten für eine Politik stehen, die niemanden außen vor lässt. Für eine Politik, die Rahmen schafft, aber niemanden einengt.“ Ihre große Aufgabe sieht sie darin, den Wählerinnen und Wählern zu sagen: „Wir setzen unser Vertrauen in jeden Einzelnen. Zu Vertrauen gehört auch der Respekt vor anderen und eine offene Gesellschaft, die jedem Chancen zur Selbstverwirklichung einräumt.“ Sie möchte Klischees durchbrechen, Chancen ermöglichen und Zukunft gestalten. 

    Anikó Merten ist 39 Jahre alt, verwitwet und studierte Kunstwissenschaftlerin. Sie engagiert sich seit 2013 in der FDP Braunschweig und ist dort im Vorstand Schriftführerin. 2007 ist sie für das Studium an der Hochschule für Bildende Künste nach Braunschweig gezogen. Sie engagiert sich ehrenamtlich u.a. mit einem GründerinnenForum, um selbständige Frauen zu vernetzen und das Empowerment zu stärken. Außerdem unterstützt sie mit unterschiedlichen Veranstaltungen die Kultur- und Kreativszene im Torhaus am Wendentor. Ihr Herz schlägt blau-gelb für die Braunschweiger Eintracht.

    Foto © Claudia Taylor, April 2021
    Foto © Claudia Taylor, April 2021
  • Echte Gleichberechtigung braucht für beide Geschlechter Ansprechpartner

    Wer hilft, wenn ein Vater Probleme hat, bei seinem Chef eine längere Elternzeit durchzusetzen? Wo kann ein Mann Rat suchen, der nach einer Trennung seine Kinder öfter sehen will oder der zuhause Gewalt erleidet? Für Frauen wären diese Fragen leicht zu beantworten: das Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig will Ansprechpartner für solche Probleme sein. Dass dort allerdings nur Frauen zu finden sind, schreckt viele Männer mit ihren Anliegen möglicherweise ab, befürchtet die FDP-Ratsfraktion. Sie hat darum beantragt, dass die Stadt prüfen soll, ob sich eine der Stellen im Gleichstellungsreferat mit einem Mann besetzen lässt. Das soll am Ende auch der Gleichstellung von Frauen dienen.

    „In der öffentlichen Wahrnehmung stehen die Probleme von Frauen zu Recht im Fokus – schließlich sind Frauen bei gut 80 Prozent aller angezeigter Fälle häuslicher Gewalt die Leidtragenden“, sagt Lehmann. „Aber bei knapp 20 Prozent der angezeigten Fälle richtet sich die Gewalt gegen Männer – und das fällt häufig unter den Tisch.“ Auch, dass mehr als die Hälfte aller Männer bereits Situationen erlebt haben, die unter sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz fallen, sei kaum bekannt. Außerdem gebe es besonders im familiären Bereich Potenzial für eine bessere Gleichstellung von Mann und Frau: „Viele Väter wollen sich mehr beteiligen, mehr Elternzeit nehmen, in Teilzeit arbeiten, werden aber noch immer schief angeschaut, wenn sie das laut sagen.“ Dabei sei das ein wichtiger Punkt im Kampf gegen die sogenannte Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. „Wenn Väter mehr für ihre Kinder sorgen, können Mütter mehr Geld verdienen“, argumentiert Lehmann.

    Vorreiter in dieser Thematik ist Nürnberg. Die Stadt beschäftigt seit 2016 einen Männerbeauftragten, die Stelle wurde geschaffen unter dem damaligen SPD-Oberbürgermeister Ulrich Maly.

    Quellen: 

    www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2018.html;jsessionid=440C8CD4B82174B5B5515574E102569E.live0611

    www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Umfragen/handout_umfrage_sex_belaestigung_am_Arbeitsplatz_beschaeftigte.pdf

  • Strategische Planung ja, Planwirtschaft nein

    Wenig Fläche, viel Nachfrage nach Bauland, hohe Preise: dass eine Stadt in dieser Situation sich Gedanken macht, wie auch künftig Menschen jedweden Einkommens dort wohnen können, das unterstützt auch die FDP-Fraktion: Strategische Baulandentwicklung und eine aktivere Bodenvorratspolitik seien durchaus sinnvoll, damit die Stadt auf dem Wohnungsmarkt mehr Handlungsspielräume erhält. Einen Punkt des baulandpolitischen Grundsatzbeschlusses sehen die Freidemokraten jedoch skeptisch und werden daher in der Ratssitzung getrennte Abstimmung beantragen.

    Punkt drei des Antrags, der sich mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beschäftigt, atmet aus Sicht von FDP-Ratsherr Mathias Möller zu viel vom „Geist der Planwirtschaft“ und ist damit für die FDP nicht zustimmungsfähig. „Zugriffsrechte, Veräußerungsgebot auf die Hälfte der Fläche, staatlich definierte Konditionen, mögliche Quotenregelungen für das mittlere Preissegment – alles ausgeplant.“

    Möller kritisiert, dass die Mechanismen des Marktes in der Vorlage nicht nur skeptisch beäugt würden, sondern offenbar auch falsch oder nicht verstanden würden: „Während die Nachfrage nach Wohnraum steigt, verknappt sich das Angebot ständig durch Vorschriften, Nutzungsquoten, Verordnungen, lange Genehmigungsverfahren. Hier tut der Markt, was zu erwarten ist: die Preise steigen. An dieser ‘Bremsbürokratie‘ hätte man ansetzen können, davon ist im Grundsatzbeschluss aber nichts zu lesen“, kritisiert Möller.

    Die Verwaltung möchte bezahlbaren Wohnraum schaffen, indem sie die Hälfte einer Fläche zu definierten Konditionen übernimmt – ohne diese Übernahme keine Planung. „Das macht aus unserer Sicht den Verkauf und die Entwicklung von Land eher unattraktiver – das Angebot wird knapp bleiben“, ist Möller überzeugt. „Das wird das Problem der hohen Preise nicht lösen.“ Diesem Punkt stimmt die FDP-Fraktion daher nicht zu.

  • Frischer Wind für Fußgängerzonen

    Die FDP Fraktion im Regionalverband Großraum Braunschweig stellt zur nächsten Sitzung des Regionalverbandes Fragen bezüglich der Struktur der Fußgängerzonen und hofft, Antworten zu der strukturellen Veränderung der Fußgängerzonen in den letzten 10 Jahren zu erhalten.

    Der Regionalverband kartiert regelmäßig den Einzelhandel. Die Fußgängerzonen im Bereich des Großraums Braunschweig sind in den letzten Jahren stark durch Veränderungen geprägt. Dies liegt an dem veränderten Einkaufsverhalten der Menschen, die mehr im Internet bestellen. Große Kaufhäuser haben vermutlich keine Zukunft mehr und schließen. Die Corana-Krise scheint als Beschleuniger dieser Entwicklungen zu wirken.

    Der FDP-Fraktionsvorsitzende Ingo Schramm sagt: „Wir wollen wissen ob es einen Wandel vom Handel zum Schauraum und zur Gastronomie gibt. Die Bestandsaufnahme ist wichtig, um Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Hier können wir in der Region sicher voneinander lernen.“

    Die Stadt Gifhorn hat gerade die reine Fußgängerzone aufgehoben und für Fahrradfahrer geöffnet. Hierzu Schramm: „Am Beispiel Gifhorn sieht man, dass die Fußgängerzonen sich verändern werden. In der Coronazeit ist es wichtig, den Händlern in der Fußgängerzone beim Überleben zu helfen. Doch danach muss mit kühlem Kopf überlegt werden, wie die Innenstädte bespielt werden. Vielleicht finden sich auch Flächen, in denen ganz andere Nutzungen vorstellbar sind, zum Beispiel für Schulen und Freizeitangebote.“

    Pressemitteilung der FDP Fraktion im Regionalverband Großraum Braunschweig vom 22.03.2021